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Ortsteil Rüdigershagen

Die 1995/96 sanierte Gemeindeschenke mit Saal
Fachwerkhäuser in Rüdigershagen

Rüdigershagen liegt malerisch und ruhig am nördlichen Hang des Düns, einem kleinen Gebirgszug aus Muschelkalk, 325 m über dem Meeresspiegel und gehört zu den Haufendörfern.
Rüdigershagen ist in einer Urkunde von 1270 als "indagine" erstmals erwähnt worden. Seit 1300 ist der Ort als Hayn und ab 1370 als Rödigers Hagen erwähnt.
Die Geschichte von Rüdigershagen ist seit ewigen Zeiten mit der Familie vom Hagen , einer der ältesten Adelsgeschlechter Deutschlands verknüpft und war über Jahrzehnte eine Exklave des Herzogtums Braunschweig im mainzischen katholischen Eichsfeld. Die Bewohner waren seit der Reformation lutherisch und sind es bis heute geblieben.
Der Name Hagen, Hain, Heyn, Heuchen, lat. indagine war im Mittelalter weit verbreitet und bedeutet soviel wie Gehege, Wildhecke, Burgwall. In einem Pfandbrief aus dem Jahre 1342 kann man den Ortsnamen Rydegershyn lesen, der aber erst vom 17. Jahrhundert an gebräuchlich wird.
Die Kirchenbücher beginnen erst 1731. Somit klafft eine Lücke von etwa 360 Jahren.
Aus dieser Zeit weiß man nur wenig über die Geschichte und die Bewohner des Ortes. Verschiedene Musterungs-, Huldigungs- und vor allem Steuerlisten aus der Zeit 1671 und 1731 geben zumindest einige Auskünfte über die Bewohner.


1520 wurde Christoph vom Hagen I. einer der ersten Anhänger der Reformation im Eichsfeld. Er setzte den ersten Pastor Ehren Thomas Hafen (Hofen, Hasen) ein.
Es wird vermutet, daß es sich um Thomas Müntzer handelte, der sich unter anderem Namen 3 Monate bei Christoph vom Hagen aufhielt. Christoph soll auch die Ehre gehabt haben, daß ihn Martin Luther persönlich in seinem Hauptsitz im Deunaer Wasserschloss aufsuchte.
Um 1590 baute Hans vom Hagen das "Rittergut", welches 1984 anläßlich eines Staatsbesuches abgerissen wurde.


Die Kirche wurde 1686 durch Christian vom Hagen in der heutigen Form vollendet. Es wird vermutet, daß frühere Teile einer romanischen Kirche für den Bau verwendet wurden.
In Rüdigershagen bestand die einzige jüdische Gemeinde des Kreises Worbis.
1808 wurden erstmals 69 Mitglieder nachgewiesen. 1841 wohnten noch 70 Juden hier. Die Synagoge befand sich auf der "Schäferei" (Karlstraße) und der Judenfriedhof in dem Waldstück "In der Gemeinde". Durch die Juden entstand das Wandergewerbe und das Handelswesen. Sie verkauften als Hausierer u.a. Schwämme, Felle und Webwaren. Um 1860 müssen die Juden den Kreis Worbis verlassen haben. Später entwickelte sich daraus der Schweinehandel, der Rüdigers-hagen schon früh in ganz Deutschland bekannt machte und dem Ort einen großen wirtschaftlichen Aufschwung brachte.


In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts brachte Rüdigershagen, als reichste Gemeinde des Eichsfeldes, den höchsten Steuerbetrag und auch den Spitznamen "Hahnsche Fickeltrieber" ein. Die Schweinezucht und der -handel haben sich bis in die heutige Zeit hier gehalten, wovon auch das Ortswappen mit dem Symbol des Schweins zeugt.
Nach der Enteignung der Grafen vom Hagen 1945 ging die Familie in die damalige amerikanisch besetzte Zone.


Bereits 1682 konnte der Ort die erste Schule, 1686 die Kirche, 1830 die Gemeindeschenke, 1836 die zweite Schule , 1875 ein Gemeindebackhaus, 1881 die erste Postagentur, 1902 einen neuen Schulbau und 1906 einen Schenksaal sein eigen nennen.
Zentrum des kulturellen Lebens ist die 1970 erbaute Schützenhalle auf dem Vogelberg, in welcher die alljährlichen Schützenfeste stattfinden.


1960 wurde die erste Sprungschanze erbaut und 1970 die neue Dünschanze errichtet, die mittels Matten das Skispringen auch ohne Schnee ermöglicht.
Rüdigershagen hat eine lange Wintersporttradition.
Neben dem Wintersport gibt es auch sportliche Aktivitäten im Volleyball, Kegeln, Hundesport und Wandern.
Seit dem 1. Januar 1996 gehört Rüdigershagen zur Gemeinde Niederorschel.

Gemeinde Niederorschel, Ortsteil Rüdigershagen

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37355 Niederorschel

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Sprechzeit: jeden ersten Mittwoch im Monat in der Zeit von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr

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Rüdigershagen

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